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Garnelen

Der Trend geht inzwischen zum schönen kleinen Aquarium, perfekt in den Wohnraum integriert - als Designelement. Dies lässt sich an der Vielfalt der im Handel angebotenen Komplettsystemen in der Größe von sogenannten "Nanoaquarien" und an der Resonanz der Käufer erkennen. Vorerst sah man so eine Marktlücke für kleine Meerwasseraquarien, doch jetzt erkennt man, dass es im Süßen ebenso Tiere gibt, die sich in diesen Beckengrößen halten lassen. Und da so ein kleines Designaquarium auch was hermachen soll, sucht man nach farbenprächtigen Besatzmöglichkeiten und hat diese gefunden: Zwerggarnelen - abwechslungsreich und vielfältig.

Daher soll es hier und auf den folgenden Seiten um die generellen von empfohlenen Grundhaltungsbedinungen gehen, die ich anhand der von mir gepflegten Garnelenarten aufzeigen möchte.
Es sei aber schon vorab gesagt, dass manche Garnelenarten etwas mehr feingefühl an die Wasserqualität und Halungsumstände stellen als andere. Wenn man solche Tiere halten möchte, sollte man sich aber (wie bei allen Tieren) erst einmal einlesen sowie "einhalten" - also nicht direkt mit Hochzuchttieren sondern mit pflegeleichteren Arten beginnen. Bleiben Fragen offen gibt es genug Möglichkeiten in diversen Foren nachzufragen oder ganz klassisch in eins der vielen inzwischen erhältlichen Bücher zu schauen. Natürlich dürft ihr euch auch an mich wenden ...

Ich habe bereits folgende Garnelen gepflegt bzw. pflege ich derzeit:
Lateinische Bezeichnung Deutsche Bezeichnung/Farb- und Zuchtformen Größe bis
Caridina multidentata (Synonym C. japonica) Amanogarnele 5cm
Neocaridina heteropoda Rückenstrichgarnele
Red-Fire
2,5cm
Caridina cf. catonensis Bienengarnele
Crystal-Red-Garnele
Red und Black Bee Mischlinge
Snow White
Red Bee unterschiedliche Grade
2,5cm
 
Snow White und rechts daneben ein Red-Bee-Mischlings-Juntier

Spezielle Infos zu den jeweiligen Garnelen werde ich auf Unterseiten (links im Menü) schreiben - hier jedoch erstmal allgemeine Infos:

Haltung:
Der Grundbesatz von allen Garnelen sollte sich auf eine Truppenstärke von mindestens 10 Tieren belaufen, da Garnelen recht gesellige Zeitgenossen sind. Wenn die Becken zu groß sind und der Besatz zu gering, wird man von den Nelchen nicht viel sehen. Oft liest man in Foren: "Wo sind meine Garnelen hin?" - hier kann ich nur empfehlen abzuwarten, denn die Garnelen müssen sich auch erstmal an ihre neue Umgebung gewöhnen. Auch sollte man auf Fische verzichten, denen die Garnelen als Futter dienen könnten.
Der Bodengrund ist den Garnelen völlig egal, ob heller/dunkler Sand oder Kies, wobei je nach Färbung der Tiere sich eine bestimmte Farbe anbietet. Auf dem Foto oben ist es z.B. schwer die Snow White richtig zu erkennen - das leigt vermutlich am Quarzsand. Vergleicht man dieses Bild mit der Garnele unten erkennt man schnell den Unterschied. Es gibt Berichte über negative Auswirkungen von Kunststoffummantelten Farb-Kies, deswegen würde ich auf so etwas gänzlich verzichten. Das Becken sollte mit  feinfidrigen Pflanzen und auch mit Moosen eingerichtet sein, da die Garnelen gerne einfach mal nur "rumhängen", sich zwischen den feinen Blättern verstecken können und auch sie auch dort meißtens was zu fressen finden.
Zimmertemperatur ist i.d.R ausreichend - dennoch sollte ab und an ein Blick auf die Temperatur im Becken geworfen werden. Bei meinen Becken ist die Temperatur zwischen 22 und 24°C.
Zum Fang eignet sich ein langer kleiner Kescher wie hier links abgebildet besonders gut!


Fortpflanzung:
 
Es gibt 2 Arten von Fortpflanzungsstrategieen: den speziellen Fortpflanzungstyp, d.h. die Garnelen tragen ihre Jungtiere aus bis nach ca 4-6 Wochen fertig entwickelte Tiere schlüpfen, und den primitiven Fortpflanzungstyp, Jungtiere werden nach dem Schlupf ins freie Wasser entlassen.
Die "großen" Garnelen stellen ihren winzigen Jungen nicht nach. Da die Jungtiere so klein sind, ist es wichtig, dass sich diese im Pflanzengestrüpp verstecken, festhalten und dort zu fressen finden können.

Die Amano-Garnelen kann man selbst nur mit einigem Aufwand vermehren, da die Jungtiere Salzwasser zur entwicklung brauchen.
 

Futter: Garnelen fressen alles, was ihnen so vor die Nase kommt: Algen&Aufwuchsorganismen; Flockenfutter; Futtertabletten; Granulatfutter; Laub (ich verwende Eiche und Ahorn sowie Seemandelbaumblätter); Blütenpollengranulat; kurz heiß überbrühte, frische Brennnesselblätter. Weiterhin bietet der Handel eine Menge an speziell für die kleinen Krabbler entwickeltes Garnelenfutter an. Ich persönlich halte Abstand zu allerlei Gemüse- und Obstsorten, da diese doch recht exotische Ernährung schnell die Wasserqualität beeinflussen kann, welches ich leider auch mit großen Verlusten erfahren musste.
 
Laub wird sehr gerne gefressen


Vergesellschaftung: Es ist möglich auch Zwerggarnelen mit Fischen zusammen zu halten, aber je nach Fischart können a) die Jungtiere oder b) selbst ausgewachsene Zwerggarnelen als Futter angesehen werden. Zum Typ a) gehören Fische wie Salmer etc., deren Maul für größere Garnelen einfach zu klein ist - zum Typ b) zählen Fische wie manche Killifischarten oder auch Buntbarsche, wie Schmetterlingsbuntbarsche. Was ich bisher noch nicht feststellen/beobachten konnte, dass meine Diskus an Zwerggarnelen gehen.
Für mehr Infos zu vergesellschafteten Fischarten bekommt ihr hier.
Welche Garnelenart sich mit welcher kreuzt, und daher nicht miteinander vergesellschaftet werden sollte, bzw. welche ihr vergesellschaften könnt, entnehmt ihr am Besten der Kreuzungstabelle von Mura:   Kreuzungsdatenbank.
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