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Wasserlinsen

Wie entferne ich Wasserlinsen?


Manche sammeln sie und essen sie: von Suppen und Brotaufstrich hat man schon gehört. Andere verfüttern sie an Ihr Vieh. Pflanzenfressende Fische mögen sie. Um Wasserschildkröten zu füttern, werden sie oft gesucht. „Pflanzaquarianer“ hassen sie. Manche haben sie sich ins Becken geholt um damit diverse Algenplagen zu bekämpfen. Manchmal überwuchern sie die ganze Oberfläche und verhindern den Gasaustausch – im schlimmsten Fall bedeutet das den Tod der Wasserlebewesen unter ihr. Sie wird auch Entengrütze genannt. Einmal eingeschleppt und man wird sie kaum wieder los: die Wasserlinsen (Wikipedia).

Hat sie sich einmal an die Wasserqualität gewöhnt, zeigt sie explosionsartiges Wachstum und bedeckt nach kurzer Zeit die gesamte Oberfläche. Sie vermehren sich ungeschlechtlich, bleiben mit der Mutterpflanze zusammen oder treiben selbstständig weiter. Man kann sie sich durch neue Pflanzen, Fische einschleppen oder holt sie gewollt ins Becken. Doch was tun, wenn sie da sind, überhand nehmen oder nicht mehr gewünscht werden?!

Es gibt mehrere Möglichkeiten, für die alle gilt – je größer das Becken umso schwieriger ist es alle Linsen zu entfernen:


1)
Konkurrenz schaffen: Oft liest man von Muschelblumen, die durch ihr schnelles Wachstum die Wasserlinsen verdrängen. Man kann die Muschelblumen leichter entfernen, da diese wesentlich größer werden (unter sehr guten Bedingungen sogar bis 20cm). ( Infos & Bilder zu Muschelblumen (flowgrow.de) )

Vorteil: rein biologisch
Nachteil: dauert relativ lange, andere Pflanzen werden trotzdem beschattet


2) mühsames Absammeln: Mit einem großen feinmaschigen Kescher wird der Großteil an Wasserlinsen eingesammelt und somit aus dem Becken entfernt. Probleme kann es mit aufbauten geben, die über die Wasseroberfläche hinausragen, wie Wurzeln oder Filterein- und Ausläufe, da man dahinter schlecht mit einem Kescher kommt. Bei vielen Jungfischen im Becken, wie Guppys o.ä., empfiehlt es sich, den Kescher so zu spannen, dass evtl. gefangene Jungfische wieder runterhüfen oder zu Wasser gesetzt werden können. Abschließend werden letzte Wasserlinsen einzeln mit einer spitzen Pinzette entfernt und z.B. auf einem Handtuch abgestreift. Hat man viele Wasserlinsen an den Fingern oder Armen, öfters mal abspülen, damit die Arbeit nicht umsonst war. Wenn man keine kleine Pflanze übersehen hat, wartet man abschließend ein paar Stunden und sammelt dann evtl. noch vorhandene Linsen ab. Am besten kontrolliert man eine oder zwei Wochen täglich, ob sich neue Linsen zeigen, die vielleicht in einer Ecke übersehen worden sind.

Vorteil: schnell und effektiv, nach zwei fleißigen Wochen kann man sich sicher sein, alles abgesammelt zu haben
Nachteil: nimmt viel eigene Zeit in Anspruch, nervt nach 3 Stunden


3)
Blattläuse: Ich selber habe es noch nicht ausprobiert, doch Blattläuse sollen eine gute Alternative darstellen. Dazu werden ein paar Blattläuse auf die Wasserlinsen gesetzt und nach einiger Zeit sollten diese zurückgehen. Habe ich Wasserpflanzen aus dem Becken herauswachsen, werden diese leider ebenfalls besiedelt. Wenn keine Wasserlinsen mehr vorhanden sind, werden die Blattläuse von den Fischen gefressen oder sterben auf natürlichem Wege.

Vorteil: rein biologisch, minimaler Pflegeaufwand
Nachteil: andere emerse Pflanzen werden ebenfalls befallen, Zimmerpflanzen möglicherweise in Gefahr, woher Blattläuse bekommen?

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